Ärzte Zeitung, 08.06.2005

Hilft das Hepatitis-G-Virus, das Eindringen von HIV in Zellen zu verhindern?

HIV dockt mit seinem Protein gp120 an den Korezeptor CCR5 auf einer Zelle.
Ein Signal bereitet dem Aids-Erreger den Weg in die Zelle.
Quelle: nach GSK

WIEN (ple). Der CCR5-Rezeptor auf den Körperzellen dient HIV-1 zusätzlich zum CD4-Molekül als Eintrittspforte in die Zelle. Deshalb werden bereits Antagonisten getestet, die den Korezeptor CCR5 hemmen.

Darüber hinaus gibt es Hinweise, daß das Hepatitis-G-Virus C (HGV-C) die Synthese des Rezeptors verringert und dadurch sogar das Überleben HIV-Infizierter verbessert.

Der CCR5-Rezeptor-Antagonist GW873140 (grün) verändert die Struktur des Korezeptors so sehr, daß HIV mit gp120 nicht mehr andocken kann.

Eine Bonner Forschergruppe hat herausgefunden, daß bei HIV-Infizierten, die zugleich auch mit HGV-C infiziert sind, auf der Zelloberfläche die Mengen an CCR5-Rezeptoren im Vergleich zur Situation bei HGV-C-negativen HIV-Infizierten signifikant verringert sind. Eine Korrelation mit dem CCR5-Genotyp gab es nicht.

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