Ärzte Zeitung, 20.10.2005

Muttermilch hemmt HIV-1

Zuckermoleküle verhindern Virus-Ausbreitung

AMSTERDAM (ple). Muttermilch enthält proteingebundene Zuckermoleküle, die das Eindringen des Aids-Erregers in Immunzellen, etwa in den Tonsillen, verhindern.

Das haben Forscher aus Amsterdam entdeckt. Die Moleküle verhindern das Andocken von HIV an das Molekül DC-SIGN auf dendritischen Zellen (Journal of Clinical Investigation-Online).

Diese Zellen sorgen für die HIV-Verbreitung über T-Zellen im Körper. Die Entdeckung der HIV-1-hemmenden Zuckermoleküle soll nun helfen, Medikamente gegen die Übertragung von HIV-1 beim Stillen, aber auch die Übertragung beim Geschlechtsverkehr zu verhindern.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Nicht zu stillen, bleibt Konsens

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »