HIV-Subtyp beeinflußt den Verlauf der Virus-Infektion

DENVER (ple). Der HIV-1-Subtyp D ist offenbar besonders gefährlich. Einer Studie in Uganda zufolge, wo auch die Subtypen A und C vorkommen, ist bei Menschen, die mit Subtyp D infiziert sind, die Zeit bis zu Aids oder Tod deutlich verkürzt.

Veröffentlicht:

Von HIV-1 gibt es die Gruppen M, N und O sowie in der Gruppe M die Subtypen A bis J. In Europa ist der Subtyp B vorherrschend.

Welche Folgen die Infektion mit unterschiedlichen HIV-1-Subtypen auf die Krankheitsprogression hat, hat Dr. Oliver Laeyendecker von den US-Nationalen Gesundheitsinstituten in einer Studie über sieben Jahre mit 340 HIV-Infizierten in Uganda untersucht. Laeyendecker stellte die Studienergebnisse auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections in Denver in Colorado vor.

Den Ergebnissen zufolge waren Personen, die mit dem Subtyp D infiziert waren, im Mittel 6,9 Jahre nach der Infektion an Aids erkrankt oder gestorben. Bei einer Infektion mit den Subtypen A plus D war das bereits nach 5,8 Jahren der Fall, bei Subtyp A-Infektion erst nach 8,8 Jahren.

Laeyendecker betonte, daß die Virusmenge im Blut den Analysen zufolge keine Vorhersage darüber zugelassen habe, wie groß das Risiko war, innerhalb von drei Jahren zu sterben. Die Studie belege, wie wichtig die Bestimmung der Subtypen für Therapieplanung und Vakzineentwicklung ist.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Noch immer für Überraschungen gut

Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nächtlicher Augeninnendruckanstieg

Sind zwei Kopfkissen für Menschen mit Glaukom eines zu viel?

Hausarzt und Gebietsärztin im Interview

Hausarztvermittlungsfälle: Wo es hakt und wie es besser ginge

Lesetipps
Ein älterer Flugpassagier fasst sich an die Brust. Herzprobleme?

© Bonsales / Generated with AI / Stock.adobe.com

Flugmediziner klärt auf

Wann ein Mensch zu krank für den Flug ist

Ein älterer Mann, der sich zu Hause topische  nichtselektiven Betablocker als Augentropfen verabreicht.

© New Africa / stock.adobe.com

Topische Therapie

Betablocker gegen Glaukom erhöhen nicht das Parkinson-Risiko