AIDS/HIV

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: HIV-Infektion – Test und Behandlung

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 15.05.2006

"Du und ich gegen Aids" - Aktionstag von Unicef

Kinderhilfswerk fordert bessere Therapie für Kinder

BERLIN (af). Nur etwa 20 000 der weltweit mehr als zwei Millionen aidskranken Kinder erhalten antivirale Medikamente. Darauf hat das Kinderhilfswerk Unicef am Freitag in mehr als 100 deutschen Städten aufmerksam gemacht. 500 000 Kinder im Jahr sterben an Aids. In Deutschland gab es im vergangenen Jahr 2490 Neuinfektionen insgesamt.

Schauspielerin Katja Riemann (Mitte) und Unicef-Vorsitzende Heide Simonis (links) mit Berliner Schülern. Foto: af

Vor dem Kanzleramt in Berlin zeigten Schülerinnen und Schüler aus Friedenau ihre Solidarität mit ihren Altersgenossen in Afrika, Asien und Lateinamerika, indem sie Kreuze mit der Aufschrift "Stoppt Aids" in die Höhe hielten.

Die Unicef-Vorsitzende und ehemalige Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins Heide Simonis sowie die Schauspielerin Katja Riemann forderten von der Bundesregierung, sich bei den Arzneimittel-Herstellern für die Entwicklung von Aids-Medikamente einzusetzen, die von Kindern besser vertragen werden. Die Arzneien müßten zudem billiger werden, damit sie mehr Kinder erreichen könnten.

Der Aktionstag ist Teil der Unicef-Kampagne "Du und ich gegen Aids" im Vorfeld des Gipfeltreffens zum Stand der Aids-Bekämpfung am 31. Mai in New York. Das UN-Kinderhilfswerk drängt die Bundesregierung, die Entwicklungshilfe stärker auf die gesundheitliche und soziale Versorgung betroffener Kinder auszurichten.

"Phrasen dreschen nützt nichts", sagte Schauspielerin Katja Riemann, die seit zehn Jahren Unicef-Botschafterin und gerade von einer Reise in den Kongo zurückgekehrt ist. Die betroffenen Kinder gerade in Afrika bräuchten konkrete Hilfen, um zu überleben, so Riemann.

Staatssekretärin Marion Caspers-Merk hat in Berlin die Ausstellung "Liebesleben" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eröffnet. Sie gastiert auf dem Schloßplatz und informiert Jugendliche über Liebe, Partnerschaft und Sexualität.

Infos unter: www.unicef.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »