Ärzte Zeitung, 31.05.2006

Tomographie ermöglicht ein klareres Bild von HIV

Spezielle Technik macht Rezeptoren besser sichtbar

Tomographisch erzeugte 3D-Struktur von HIV mit Rezeptoren (weiß) auf der Virusmembran (blau). Foto: Kenneth Roux

TALLAHASSEE (eb). Mit der Kryoelektronen-Tomographie, einer neuen Methode zum Nachweis von Proteinen, etwa bei Viren und Bakterien, hat eine Arbeitsgruppe um Professor Kenneth Roux neue Bilder vom Aids-Virus HIV gemacht.

Darauf sind die Rezeptoren viel besser erkennbar als auf Bildern, die etwa mit der konventionellen Elektronenmikroskopie geschossen worden sind. Bei der Tomographie werden die Viren ohne spezielle Vorbehandlung schockartig abgekühlt und dadurch in einem dünnen Film aus amorphem Eis eingeschlossen.

Im Elektronenstrahl werden die Viren dann schrittweise über einen großen Winkelbereich gedreht. Aus den aufgezeichneten Projektionsbildern wird dann die räumliche Struktur von HIV berechnet.

In ihren Versuchen haben die Forscher aus Tallahassee in Florida HIV mit zusätzlichen Rezeptoren ausgestattet. Zu ihrer Überraschung entdeckten die Forscher, daß die Rezeptoren offenbar jeweils über drei Kontaktstellen mit der Virusmembran verbunden sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »