Ärzte Zeitung, 10.11.2006

HIV-Vorläufer auch in Gorillas

Mikrobiologen entdecken Affen-Aids-Virus im Kot

BIRMINGHAM (ple). Außer Schimpansen sind in freier Wildbahn offenbar auch Gorillas mit dem Affen-Virus SIV infiziert, aus dem der Aids-Erreger HIV-1 hervorgegangen ist. Entdeckt hat das eine internationale Forschergruppe um die US-Mikrobiologin Professor Beatrice Hahn aus Birmingham in Alabama, und zwar in den Fäzes von Tieren in weit abgelegenen Regionen Kameruns.

(Nature 444, 2006, 164). Zunächst fanden die Forscher in sechs Proben Antikörper, die mit HIV-1 kreuzreagierten. In diesen Proben von drei Gorillas entdeckten sie zudem SIV-RNA. Die genetische Analyse ergab eine neue SIV-Variante.

Die Forscher vermuten, daß das Virus bei Gorillas - wie bei Schimpansen - endemisch ist, weil es bei Tieren, die 400 km voneinander entfernt leben, gefunden wurde. Weil die Tiere gejagt werden, können sie Infektionsquelle für Menschen sein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »