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Sextourismus ist Grund für viele HIV-Neuinfekte

BERLIN (gvg). Südostasien-Reisen sind eine wichtige Quelle für HIV-Neuinfektionen bei Heterosexuellen in Deutschland. Ein Drittel der mit HIV neu infizierten heterosexuellen Männer in Deutschland behauptet, sie hätten sich ihre Infektion in Südostasien geholt.

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Darauf hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Professor Reinhard Kurth, im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" hingewiesen. Wie viele davon sogenannte Sextouristen sind, wird statistisch nicht erfaßt, doch dürften es nicht wenige sein.

Von den neu mit HIV infizierten heterosexuellen Frauen in Deutschland gaben bei einer Befragung nur 19 Prozent an, sich auf Fernreisen infiziert zu haben, vor allem in Afrika.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen mahnte der RKI-Präsident zu mehr individueller und gesellschaftlicher Verantwortung. "Safer sex" dürfe nicht unmodern werden, und die gesellschaftlichen Anstrengungen in Richtung Prävention und Aufklärung dürften nicht nachlassen. "Wir wissen, daß Präventionskampagnen sich rechnen. Sie dürfen auf keinen Fall zurückgefahren werden", so Kurth.

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