Ärzte Zeitung, 24.11.2009

Kommentar

Hoffnungsvolles Zahlenwerk

Von Peter Leiner

Auch wenn die Zahl der HIV-Infizierten weltweit mit mehr als 33 Millionen weiterhin erschreckend hoch ist, so machen die neuen Zahlen der Organisationen UNAIDS und WHO doch ein wenig Hoffnung. Denn offenbar ist die Zahl jener Menschen, die sich mit dem Aids-Erreger im vergangenen Jahr infiziert haben, deutlich niedriger als im Jahr 2001.

Zumindest teilweise lässt sich das auf Erfolge in der Prävention zurückführen, wie es etwa vor wenigen Jahren bereits in Kenia zu beobachten war. Solche Programme haben jetzt zum Beispiel in der Dominikanischen Republik und in Tanzania dazu geführt, dass sich die Zahl der Neu-Infektionen statistisch signifikant verringern ließ.

Hoffnungsvoll stimmt auch die Tatsache, dass innerhalb der vergangenen fünf Jahre die Zahl der Menschen, die an den Folgen von Aids gestorben sind, um zehn Prozent gesunken ist: Im vergangenen Jahr waren es zwei Millionen HIV-Infizierte. Ein Beleg dafür, dass immer mehr Infizierte von modernen antiretroviralen Medikamenten profitieren können.

Auch wenn die Zahlen auf Schätzungen beruhen, ermutigen sie dennoch, bei den Anstrengungen zur Prävention und Versorgung nicht locker zu lassen. Auch wenn eine Umkehr des Trends noch lange nicht in Sicht ist.

Lesen Sie dazu auch:
Weniger HIV-Neuinfizierte weltweit

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