AIDS/HIV

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: HIV-Infektion – Test und Behandlung

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 13.04.2011

Kommentar

Jedes zusätzliche Organ zählt

Von Peter Leiner

Seit einigen Jahren haben HIV-Infizierte eine viel höhere Lebenserwartung als zu Beginn der Pandemie. Dadurch steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie aufgrund etwa von Nieren-, Leber- oder Herzinsuffizienz ein fremdes Organ brauchen. Kann das aber auch ein Organ von einem anderen HIV-Infizierten sein, wie jetzt in den USA verstärkt gefordert wird?

Ersten Erfahrungen mit Verpflanzungen von Nieren HIV-Infizierter in Südafrika zufolge spricht wenig dagegen. Allerdings erfordert die geplante Organverpflanzung eine noch strengere Auswahl der Organspender, um ein möglichst langes Überleben des Transplantats zu gewährleisten.

Dazu gehört, dass durch die Transplantation keine bereits resistenten Aids-Erreger übertragen werden. Und: noch schärfere Kontrollen der Zuteilung der HIV-infizierten Organe, damit nicht aus Versehen HIV-negative Patienten ein zwar passendes, aber HIV-infiziertes Spenderorgan erhalten.

Der Aufwand bei der Übertragung von Organen zwischen HIV-Infizierten wird sicher höher sein. Aber er lohnt sich, gerade in den USA, wo fast 100.000 Menschen auf eine Spenderniere warten. Da zählt jedes Organ, das zusätzlich gewonnen werden kann.

Lesen Sie dazu auch:
Diskussion um Organe von HIV-Infizierten

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »