AIDS/HIV

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Modul: HIV-Infektion – Test und Behandlung

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Ärzte Zeitung, 18.03.2012

Straffreiheit für HIV-Übertragung gefordert

BERLIN (eb). Die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) fordert die Abschaffung "der Strafbarkeit selbstbestimmter sexueller Handlungen, bei denen HIV übertragen worden ist oder hätte übertragen werden können".

So lange die HIV-Übertragung und -Exposition noch kriminalisiert würden, müssten Gerichte berücksichtigen, "dass eine gut funktionierende HIV-Therapie genauso wirksam vor der Übertragung des Virus schützt wie Kondome", lautet die Begründung.

"Die strafrechtliche Sanktionierung der sexuellen HIV-Übertragung bürdet Menschen mit HIV einseitig die Verantwortung auf und schadet der HIV-Prävention", so DAH-Vorstand Carsten Schatz.

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[09.05.2016, 13:13:17]
Dr. Susan Brauner 
Adendum 2
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/910819/hiv-infiziert-ex-partnerin-erhaelt-hohes-schmerzensgeld.html

(ohne weitere Worte aufschlussreich) zum Beitrag »
[28.05.2013, 15:01:25]
Dr. Susan Brauner 
Adendum
Ergänzung: Ich habe lediglich meine Meinung dargelegt und halte daran fest. Anhand welcher Aspekte Herr Pfister mir mangelnde Sachkenntnis unterstellt erschließt sich mir aus seinem Text nicht. Ich kann seine Ausführungen nur bestätigen und diesen zustimmen, sie widerlegen jedoch meinen Kommentar nicht- gehen nicht einmal auf die von mir angesprochenen Punkte ein. Vielmehr hält Herr Pfister hier einen eigenen Vortrag. Weder habe ich benannt, dass man Menschen mit HIV diskriminieren sollte, noch habe ich gesagt, dass die Einnahme der Mediakation ein "Vergnügen" darstellt. Sein Kommentar fasst zusammen, was man allerorts liest und längst weiß (Menschen gehen wissentlich, aber leichtsinnig Risiken ein etc.).
Jedoch ist sein einleitender Satz vollkommen überflüssig. zum Beitrag »
[28.04.2012, 10:39:40]
Holger Pfister 
Anmerkungen zum Kommentar von Frau Dr. Brauner
Leider zeugt der Kommentar von Frau Dr. Brauner von wenig vorhandener Sachkenntnis.

Es ist lange bekannt, dass in der Regel nicht die HIV+ Menschen, die von ihrer Infektion wissen und dank Behandlung unter der heute möglichen Nachweisgrenze der HI-Viren im Blut sind, das Risiko einer Infektion anderer sind.

Vielmehr sind es in den allermeisten Fällen Menschen, die von ihrer HIV-Infektion nichts wissen, bzw. nichts wissen wollen (Angst vor Test, Konsequenzen, Menschen die die Möglichkeit einer HI-Infektion verdrängen, etc.). Diese Menschen haben oft eine jahrelange UNBEHANDELTE HI-Infektion mit Virusbeladungen im Blut von mehreren Millionen und sind damit hochinfektiös!

Nach mehr als 30 Jahren HIV/AIDS und unzähligen Aufklärungskampagnen sollte heute eigentlich JEDER sexuell aktive Mensch über die Gefahren nicht nur einer Infektion mit HIV, sondern auch einer Übertragung von STD´s Bescheid wissen.

Außerdem sollte doch jeder Mensch SELBST für seinen Schutz verantwortlich sein!?

Ich kenne aus meiner langjährigen Tätigkeit als Community Journalist viele HIV+ Menschen, die aktiv in der Prävention und Betreuung von HIV+ arbeiten und das oft schon viele Jahre lang.

Auch aus meiner eigenen Beratungstätigkeit erfahre ich immer wieder, wie leichtsinnig viele Menschen mit dem Thema HIV/AIDS umgehen und TROTZ besserem Wissen ungeschützten GV haben.

Hinterher (oft Montags) kommen dann die E-Mails, die um Rat und evtl. Risiko fragen. Da ist es für eine vorsorgende PEP leider oft schon zu spät.

Erlauben Sie mir noch eine Bemerkung in eigener Sache:

Nach 22 Jahren unter antiretroviraler Therapie (und mehr als 25 HIV+ sein) kann ich nicht nachvollziehen, dass eine Behandlung so als "Zuckerschlecken" abgetan wird und auch das mit dem Virus leben als vollkommen problem- und belanglos angesehen wird.

Zur Klarstellung: Eine antiretrovirale Therapie ist eine LEBENSLANGE Einnahme von hochwirksamen Medikamenten, die eine lange Reihe möglicher Nebenwirkungen haben. Und dies ist mit Sicherheit kein Vergnügen!

Aber so lange in Deutschland HIV+ Menschen immer noch diskriminiert werden, dürfen wir uns nicht wundern, warum die Zahl der Neuinfektionen, wenn auch langsam, jedes Jahr leicht ansteigt.

Die Initiative der DAH zielt genau in diese Richtung, nämlich die Diskriminierung von HIV+ Menschen endlich zu beenden.

Wir alle reden doch heute so viel von Eigenverantwortlichkeit. Leider wird diese in diesem Fall doch einfach mal an den "anderen" abgegeben.

Weiterhin kann man in diesem Zusammenhang nur auf das Papier der Eidgenössischen Kommission für AIDS-Fragen (EKAF) verweisen, das genau die Situation von BEHANDELTEN HIV+ Menschen, die sich unter der "Nachweisgrenze" befinden, untersucht hat und zu dem Schluss kommt, dass "diese Menschen, wenn nicht gleichzeitig UNGEHANDELTE STD´s vorliegen, kein Infektionsrisiko mit HIV darstellen"...

Ganz aktuell gibts ja auch noch eine Stellungnahme des Nationalen AIDS-Beirats:

Der Nationale AIDS-Beirat positioniert sich zur Prävention von HIV mit antiretroviralen Medikamenten

http://www.ondamaris.de/?p=31119

Weitere Informationen finden Sie unter www.hiv-facts.net
 zum Beitrag »
[19.03.2012, 18:38:05]
Dr. Susan Brauner 
Bedenklich
Ich finde diese Überlegungen bedenklich. Ich denke der Betroffene der den Virus in sich hat, trägt in der Tat die (vorerst einseitige) Verantwortung. Nur er/sie hat auch die Möglichkeit, seinen Partner zu informieren (Schweigepflicht des Arztes). Alles andere kann ich nur als verantwortungsloses Verhalten (Nichtaufklärung und damit bewusste Inkaufnahme einer Übertragung) interpretieren. Es ändert gar nichts, dass eine HIV- Infektion (oder sagt man schon nur noch "Besiedelung"?) inzwischen gut behandelbar ist. Letztlich kommt dies m. E. nur einer Verlängerung der Inkubationszeit gleich mit durch die Behandlung erreichter Viruslast unter einer Nachweisgrenze. Dies bedeutet keine Heilung. Es scheint damit (leider) nicht mehr erklärtes Ziel des Menschen zu sein, Viren und damit einhergehende Erkrankungen durch einfachste Maßnahmen zu vermeiden, sondern auffällige Blutwerte "zu behandeln" und mit den Viren "zu leben". Man kann ja auch so, mittels Medikation ein "fast normales Alter erreichen" - was immer das bedeuten soll. Kommentare zu den sich anschließenden Problematiken, den sich daraus ergebenden bzw. bereits bestehenden uferlosen Märkten für Pharmaunternehmen, dem sorglosen Umgang mit Geschlechtspartnern unter der Annahme, dass Kondome im Prinzip damit nicht mehr nötig sind etc. erschließen sich sicher von selbst. Zum guten Schluss leben alle Menschen auf dieser Erde mit dem HI- Virus, sie müssen nur halt immer ihre Medikamente nehmen. Ist dies eine erstrebenswerte Vision? Aufklärung zur Vermeidung von Diskriminierung und zur Virusausbreitung war und ist ein guter Weg und sollte nicht zu Gunsten anderer Prioritäten verschoben werden. zum Beitrag »

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