Ärzte Zeitung, 09.04.2012

Forscher finden Weg zur HIV-Vakzine

DURHAM (eb). Neuer Anlauf zu einem HIV-Impfstoff: US-Forscher haben aus der nur mäßig erfolgreichen Impfstudie von 2009 ermittelt, wie sich eine höhere Effektivität erreichen ließe.

Damals waren 8200 Probanden immunisiert worden, ebenso viele erhielten Placebo. In der Verumgruppe infizierten sich während sechs Jahren 51 neu, in der Kontrollgruppe 74, ein Unterschied von nur 31,2 Prozent.

Jetzt haben Ärzte aus Durham Blut von infizierten und nicht-infizierten Impflingen analysiert: Je besser die Bindung bestimmter IgG-Antikörper (V1V2) an das Virus, um so kleiner das Infektionsrisiko.

Je besser dagegen die Bindung bestimmter IgA-Antikörper (Env), um so größer das Risiko. Fazit: Vakzine müssten so beschaffen sein, dass sie viel V1V2- und wenig Env-Antikörper induzieren (NEJM 2012; 366: 1275-1286).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »