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Kommentar zur BZgA-Statistik

Teilerfolg bei der Aids-Aufklärung

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Einer der wesentlichen Erfolge der seit einem Viertel Jahrhundert laufenden Kampagne "Gib Aids keine Chance" ist, dass "Safer Sex" als Schutz vor einer HIV-Infektion und vor anderen Geschlechtskrankheiten kein Tabu mehr ist.

Das triff natürlich auch auf das Kondom zu, das man heute gleich neben den Zigaretten an der Kasse angeboten bekommt. Der Ruf der Kassiererin "Tina, wat kosten die Kondome" erschreckt heute niemanden mehr.

Dem aktuellen Bericht "Aids im öffentlichen Bewusstsein" zufolge nutzen offenbar vier von fünf der 16- bis 44-Jährigen beim Sex Kondome.

Das trifft aber wohl auf Männer, die Sex mit Männern haben, nicht zu. Denn sie sind noch immer am häufigsten von HIV betroffen, und zwar mit mehr als 1500 Erstdiagnosen im vergangenen Jahr und damit mehr als die Hälfte dieser Diagnosen 2011.

Möglicherweise spricht die Kampagne diese Männer nicht so gut an wie erhofft. Noch immer ist offenbar bei vielen eine gewisse Sorglosigkeit zu verzeichnen.

Die Antwort auf die Frage, warum das so ist, kann eine weitere Zahl aus dem Bericht liefern: Nur 28 Prozent dieser Männer zählen Aids zu einer der gefährlichsten Krankheiten. Trotz der Therapieerfolge eine fatale Einschätzung!

Lesen Sie dazu auch den Bericht: HIV und Aids: Die Furcht lässt nach

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