AIDS/HIV

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Ärzte Zeitung, 21.11.2012

UN-Experten

Große Erfolge im Kampf gegen Aids

Weltweit leben 34 Millionen Menschen mit dem AidsErreger HIV. Bis 2015 wollen die Vereinten Nationen die Zahl der Neuinfektionen halbieren. Diesem Ziel sind sie ein ganzes Stück nähergekommen.

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Die Lehrerin Martha Makokola schreibt das Wort Aids an die Tafel eines Klassenzimmers in einer Schule im Dorf Njale in Malawi.

© Frank May / dpa

GENF. Die Vereinten Nationen verzeichnen im Kampf gegen Aids große Fortschritte.

Für Länder rund um den Globus, denen die Immunschwächekrankheit zuvor besonders stark zugesetzt habe, sei "eine neue Ära der Hoffnung" angebrochen, heißt es im Jahresbericht 2012 des Programms der Vereinten Nationen zur AidsBekämpfung (UNAIDS).

Er wurde am Dienstag in Genf veröffentlicht. "Die Geschwindigkeit des Fortschritts beschleunigt sich - wofür man früher ein Jahrzehnt gebraucht hat, wird jetzt in 24 Monaten erreicht", sagte UNAIDS-Direktor Michel Sidibé.

Zahl der Neuinfektionen gesunken

Sidibé und seine Mitarbeiter verweisen etwa auf einen Rückgang von Neuinfektionen. Weltweit infizierten sich 2011 zwar weitere 2,5 Millionen Menschen mit HIV. Das seien aber 20 Prozent weniger als noch im Jahr 2001.

In einigen Ländern mit den weltweit meisten Aids-Erkrankungen hat sich die Zahl der Neuinfektionen seit 2001 drastisch verringert. Dazu gehören etwa Malawi, Botswana und Namibia.

In allen Ländern südlich der Sahara - der am schlimmsten betroffenen Region - hätten sich 2011 etwa 25 Prozent weniger Menschen mit HIV infiziert als im Jahr 2001.

Noch stärker war der Rückgang mit 42 Prozent in den Ländern der Karibik, der nach Afrika am schwersten unter Aids leidenden Region.

Hilfsorganisationen reagierten erfreut auf die Entwicklung. "Die neuen Zahlen bestätigen: Investitionen in Präventionsprogramme zahlen sich aus. Mit Aufklärung und Verhütung lässt sich die Aids-Epidemie eindämmen und Leben können gerettet werden", sagte Renate Bähr von der Stiftung Weltbevölkerung.

"Eine Welt ohne Aids ist möglich, aber es ist eine Frage des politischen Willens", meinte der Sprecher der Deutschen Aidshilfe, Holger Wicht.

"Wir haben Therapien und wir haben wirksame Präventionsstrategien, aber sie müssten noch in weitaus größerem Maße als heute zum Einsatz kommen."

Sorgen bereitet den UNAIDS-Experten, dass in einigen Weltgegenden die Zahl der Neuinfektionen weiter steigt. Besonders stark im Nahen Osten und Nordafrika mit 35 Prozent seit 2001. Insgesamt leben derzeit rund 34 Millionen Menschen mit HIV.

Afrika südlich der Sahara bleibt trotz aller Fortschritte mit 69 Prozent aller weltweit Infizierten die am stärksten betroffene Region. Einer von 20 Erwachsenen ist dort laut UNAIDS mit HIV infiziert.

Allerdings seien auch in Afrika dank besserer Versorgung mit modernen Arzneien die Sterberaten unter HIV-Infizierten deutlich gesunken. Weltweit erlagen im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Menschen den Folgen von Aids - 24 Prozent weniger als noch 2005.

Weit mehr HIV-Infizierte könnten länger leben: Sieben Millionen Bedürftige haben keinen Zugang zu antiretroviralen Therapien.

Probleme durch Diskriminierung

UNAIDS appellierte an alle Staaten, Programme zur Eindämmung von HIV und Aids weiter entschlossen zu fördern. Nur dann könnten UN-Ziele wie die Halbierung der HIV-Neuinfektionen bis 2015 erreicht werden.

Daneben sei es wichtig, die Diskriminierung von HIV-Infizierten zu bekämpfen. Diese vergrößere nicht nur das Leiden der Betroffenen, sondern erschwere auch den Kampf gegen die Krankheit.

Wenn Infizierte sich vor Ausgrenzung oder gar Gewalt fürchten müssten, würde dies die Behandlung und Eindämmung der Krankheit noch komplizierter machen.

In Deutschland tragen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge derzeit rund 73.000 Menschen das Virus in sich, 80 Prozent davon sind Männer. Im Jahr 2011 infizierten sich hierzulande etwa 2700 Menschen neu mit HIV. (dpa)

[22.11.2012, 15:41:39]
Dr. Horst Grünwoldt 
Fortsetzung zu u.g. "Immunschwäche"
...in den "hot-spot"- AIDS- Ländern Westafrikas haben weniger als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu hygienisch einwandfreien Trinkwasser; und noch weniger der Menschen leben unter sanitären Bedingungen, wie einer geordneten Abfall- und unschädlichen Abwasserbeseitigung.
Insofern sind die Brutstätten der Infektions-Kranheiten ohne flächendeckende Maßnahmen bisher kaum "ausrottbar".
Außerdem wird nach der absurden Erklärung der WHO, wonach sexuell übertragbare Krankheiten -wie auch AIDS- durch die massenhafte Beschneidung der Knaben zurückgedrängt werden, gerade die venerischen oder "Lust"- Seuchen als sog. "lorry-driver-disease" längs der Transit-Pisten wieder angekurbelt. Schließlich weiß jeder Entwicklungshelfer, daß nach wie vor Präservative so gut wie überhaupt keine praktische Anwendung im häufig Partner wechselnden Alltagskoitus in den schwarzafrikanischen Ländern südlich der Sahara finden und der ungeschützte Geschlechtsverkehr, trotz aller Propaganda, die Regel ist.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Hygiene und Mikrobiologie), Rostock zum Beitrag »
[22.11.2012, 13:42:39]
Dr. Horst Grünwoldt 
Immunschwäche
Der wörtlich diskrete, als Abkürzung AIDS (aquired -immuno -deficiency- syndrom) eher abschreckende Ausdruck bezeichnet ja nur eine (die häufigste?) erworbene (oder angeborene?) Immunschwäche-Krankheit.
Die erfolgversprechenden Statistiken, der nach dem "Seuchenkampf" stets optimistischen WHO, können natürlich überhaupt noch nicht die"Ausrottung" (Eradikation) dieser vielgestaltigen Infektions-Krankheit prognostizieren.
Zweifelhaft ist auch, ob tatsächlich prophylaktische und therapeutische Maßnahmen in den E- und Schwellen-Ländern der Welt zu einem Rückgang der Neu-Infektionen geführt haben. Schließlich hat in  zum Beitrag »

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