Ärzte Zeitung, 26.11.2013

Tre-Rekombinase

Neue Hoffnung auf Heilung von HIV/Aids

HAMBURG/DRESDEN. Neue Forschungsergebnisse zum antiviralen Effekt von Tre-Rekombinase in Tiermodellen machen Hoffnung auf eine künftige Heilung von HIV/Aids.

Erstmals ist es Molekularbiologen von der TU Dresden und Virologen am Hamburger Heinrich-Pette-Institut (HPI) gelungen, die Wirkung einer molekularen Schere (Tre-Rekombinase), welche gezielt HIV-Gene aus dem Erbgut infizierter Wirtszellen entfernt, in humanisierten Mausmodellen zu demonstrieren (PLOS Pathogens 2013, online 26. September).

Frühere Experimente hätten bereits gezeigt, dass die durch molekulare Züchtung im Labor hergestellte Tre-Rekombinase als bisher einzige Therapiestrategie das HIV-Erbgut aus infizierten Wirtszellen wieder entfernen und dadurch die Infektion rückgängig machen kann, teilen die TU Dresden und das HPI mit.

Die aktuelle Studie demonstriere nun, dass die Tre-Rekombinase HIV-1 auch aus einem infizierten lebenden Organismus wieder entfernen kann. Diese Befunde seien eine wichtige Voraussetzung für zukünftige klinische Studien, die eine Heilung von HIV-Infizierten zum Ziel haben. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »