Ärzte Zeitung, 24.11.2014

Infektiologie

2014 wurden zehn Projekte gefördert

Zehn Projekte zur besseren Patientenversorgung, und zwar zu HIV, Virushepatitis, invasiven Mykosen und Mukoviszidose, sind beim GILEAD Förderprogramm Infektiologie ausgezeichnet worden.

BERLIN. Mit bis zu 500.000 Euro pro Jahr unterstützt GILEAD Sciences seit 2012 in seinem "Förderprogramm Infektiologie" Projekte, um die Versorgung von Patienten mit schweren Infektionen zu verbessern.

Jetzt wurden auf einer Veranstaltung des Unternehmens in Berlin die Preise für die zehn Förderprojekte 2014 verliehen. Sie sind in den Indikationen HIV, Virushepatitis, invasive Mykosen und Mukoviszidose angesiedelt.

Aus über 60 Bewerbungen hat die Jury Vorhaben zur Grundlagenforschung bei HIV, Virushepatitis und Mukoviszidose ausgewählt, außerdem zwei Projekte aus der Förderkategorie "Selbsthilfe von Betroffenen für Betroffene".

Den Zuschlag erhielten das Multimedia-Projekt "Lifeboat Dock 2" der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) in Köln. das HIV infizierte Frauen, Mütter und Kinder unterstützen wird.

Das zweite Projekt, die "HelpingHand Welcome Bag" des HIVCenter der Uniklinik Frankfurt am Main, will HIV-Patienten mit Migrationshintergrund schulen und begleiten.

Bewerben können sich sowohl medizinische Institutionen wie Kliniken und Krankenhäuser als auch Wissenschaftler-Teams, Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen, wie das Unternehmen mitteilt. In den Jahren 2012 und 2013 wurden insgesamt 15 Projekte gefördert.

So waren unter den sieben ausgezeichneten Projekten von 2013 zwei klinische Projekte mit Partnern aus Ghana und Kenia: zur antiretroviralen Second-Line HIV-Therapie und zur Azolresistenz bei Aspergillus fumigatus.

Vier Projekte 2013 widmeten sich der Reduktion des vertikalen HIV-Transmissionsrisikos, der therapeutischen Impfung gegen die beiden häufigsten HIV-Resistenzmutationen, der klinischen Bedeutung eines Rezeptors für invasive Pilzinfektionen bei hämatologischen Patienten und der Prädiktion des Ansprechens auf eine direkte HCV-Therapie.

Ein weiteres Projekt will eine frühe Versorgung von Opiatabhängigen mit chronischer HCV-Infektion erreichen. (cb)

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