"Positiv Umdenken"

HIV-Kampagne räumt mit Vorurteilen auf

Die Kampagne "Positiv Umdenken" soll helfen, Ärzte und Bevölkerung zum Umdenken zu bewegen. Der Ansatz liegt darin, interessant, verständlich und wissenschaftlich fundiert zu informieren.

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MÜNCHEN. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember hat ViiV Healthcare eine neue Kampagne zur Aufklärung über HIV gestartet: Fehlinformationen, unnötige Ängste, Stigmatisierung Betroffener benennen nur einige Themen.

Hier setzt "Positiv Umdenken" an: Mit wissenschaftlich abgesicherten Informationen soll die Kampagne mit Vorurteilen aufräumen.

Die Kenntnisse der Bevölkerung über Aids und die HIV-Infektion seien geprägt von Mythen, Fehlinformationen und unbegründeten Ängsten, heißt es in einer Mitteilung von ViiV Healthcare, einem von GlaxoSmithKline und Pfizer gegründeten und auf HIV spezialisierten Gemeinschaftsunternehmen.

"Positiv Umdenken" heißt die neue Kampagne, die den Umgang mit HIV durch fundiertes Wissen erleichtern will.

Im ersten Schritt richtet sich die Kampagne an diejenigen Ärzte, die HIV-infizierte Patienten "zufällig" sehen, also dann, wenn diese für Routineuntersuchungen oder Behandlungen zum Beispiel Zahnärzte oder Gynäkologen aufsuchen.

"Viele Ärzte glauben, sie müssten nach der Behandlung den gesamten Behandlungsraum desinfizieren - dabei reichen ganz normale Hygienemaßnahmen. HIV-positive Patienten erst am Ende des Tages zu behandeln ist diskriminierend und unnötig", wird Silke Klumb, Geschäftsführerin der Deutschen AIDS-Hilfe, in der Mitteilung zitiert.

Im zweiten Schritt - im Jahr 2015 - sollen mit "Positiv Umdenken" auch Patienten und auf HIV-Infektionen spezialisierte Ärzte angesprochen werden. Außerdem möchte ViiV Healthcare Ärzte für die Anzeichen einer HIV-Infektion sensibilisieren.

Interessens- und Patientenvertreter wurden in die Entwicklung der Kampagne einbezogen, um sicherzustellen, dass sie den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe gerecht wird. Denn es sei wichtig, mit der Kampagne den richtigen Ton zu treffen und die Patienten einzubinden.

"Es ist erschreckend, dass Diskriminierung gerade im Gesundheitswesen weit verbreitet ist und Ärzte teilweise die Behandlung von HIV-Patienten sogar ablehnen. Es wäre gut, wenn alle Beteiligten dazu beitragen, dass aktuelles Wissen über HIV bzw. das Leben mit HIV bekannt ist und angewendet wird!

"Positiv Umdenken" setzt da an, wo es am Wichtigsten ist: bei den Ärzten, die für einen anderen Umgang mit HIV-Positiven sorgen können", so Klumb in der Mitteilung des Unternehmens.

Die Kampagne "Positiv Umdenken" will wissenschaftlich basiert aufklären, aber weder in wissenschaftlichem Fachjargon untergehen, noch trocken oder langweilig wirken: Der interessierte Nutzer kann sich mit unterschiedlichen Mythen auseinander setzen, indem er sogenannte "rosarote Brillen" aufsetzt - diese klickt er einfach auf der Internet-Seite der Kampagne an. Jedem Mythos und Vorurteil kann dann unterhaltsam und trotzdem fundiert auf den Grund gegangen werden. (eb)

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