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Kritik an Malaria-Strategie der WHO

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LONDON/NAIROBI (dpa). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt nach Ansicht von Wissenschaftlern aus Kostengründen eine wenig wirkungsvolle Strategie gegen Malaria in Afrika.

Daher werde die WHO ihr selbstgestecktes Ziel kaum erreichen, die Zahl der Malaria-Toten weltweit bis 2010 zu halbieren, schreibt ein Expertenteam im neuen "Lancet" (263, 2004, 237). Die billigeren Medikamente seien mittlerweile weitgehend wirkungslos, da die Erreger resistent geworden seien. Eine Kombinationstherapie ist nach Angaben der Experten zehnmal so teuer.

"Wir sagen seit 2001, daß die Kombinationstherapie am besten geeignet ist, um Malaria zu behandeln", sagte ein WHO-Sprecher. Viele afrikanische Staaten hätten dennoch auf die veralteten Medikamente gesetzt, um Geld zu sparen. Die WHO entscheidet über die Anträge von Staaten auf finanzielle Hilfe des Globalen Fonds für Aids, Tuberkulose und Malaria.

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