Ärzte Zeitung, 26.01.2004

KOMMENTAR

Mückenschutz gehört eben auch dazu

Von Ursula Gräfen

Vier deutsche Touristen haben Ende letzten Jahres Malaria aus Honduras mitgebracht. Drei davon haben sich sogar mit Malaria tropica infiziert (die "Ärzte Zeitung" berichtete). Sie hatten keine Chemoprophylaxe gemacht. Aber die wird für das mittelamerikanische Land auch gar nicht empfohlen. Für Honduras reicht es, Chloroquin zur Stand-by-Therapie mitzunehmen. Also haben die vier Touristen alles richtig gemacht - sollte man meinen.

Eben nicht. Sie haben etwas Wesentliches nicht genügend beachtet: die Expositionsprophylaxe. In jedem Land, in dem Stechmücken Malaria-Erreger übertragen können, muß man sich vor den Mücken schützen. Immerhin kann allein durch guten Schutz vor Mücken das Risiko einer Malaria um den Faktor fünf bis zehn reduziert werden. Das betonen Tropenmediziner immer wieder.

Und hier sind vor allem die Hausärzte gefragt. Es gehört eben zur reisemedizinischen Beratung dazu, Reisenden in Malaria-Zonen ans Herz zu legen, daß sie in der Dämmerung und nachts helle Kleidung mit langen Ärmeln und langen Beinen tragen sollen. Und daß sie Repellentien benützen sollen, auch wenn es lästig ist, sich alle paar Stunden neu einzuschmieren.

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