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Kurzantibiose genügt bei Klinik-Pneumonie

PARIS (ikr). Patienten auf Intensivstationen, die beatmet werden und sich dabei eine Lungenentzündung zuziehen, profitieren von einer nur achttägigen Antibiotika-Therapie ähnlich stark wie von einer 15tägigen Behandlung. Das hat jetzt eine randomisierte Studie mit 401 Patienten ergeben.

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Eine Arbeitsgruppe um Dr. Jean Chastre aus Paris hat 197 Patienten aus 51 Krankenhäusern, die auf der Intensivstation lagen, beatmet wurden und dabei eine mikrobiologisch nachgewiesene Pneumonie bekamen, nur acht Tage lang empirisch mit Antibiotika behandelt.

Zum Vergleich erhielten 204 gleichaltrige Patienten in der gleichen Situation 15 Tage lang Antibiotika (JAMA 290, 2003, 2588). Die Ärzte durften die Medikamente zur empirischen Antibiotika-Therapie frei wählen, waren jedoch angehalten, vorzugsweise ein Aminoglykosid oder ein Fluorchinolon mit einem Breitband-Betalactam-Antibiotikum zu kombinieren. Primäre Endpunkte der Studie waren die Mortalitätsrate, mikrobiologisch nachweisbare Rezidive sowie die Zahl der Antibiotika-freien Tage 28 Tage nach Beginn der Pneumonie.

Die Ergebnisse: Die Mortalitätsraten der Patienten unterschieden sich nicht wesentlich. Nach achttägiger Antibiose starben 18,8 Prozent und nach 15tägiger Therapie 17,2 Prozent der Patienten. Auch bei den Rezidiven gab es keinen großen Unterschied: Nach der kurzen Antibiose waren es 28,9 Prozent und nach längerer Behandlung 26 Prozent.

Die Patienten mit der Kurzzeittherapie hatten im Mittel jedoch mehr Antibiotika-freie Tage, nämlich 13,1 im Gegensatz zu 8,7 Tagen in der Vergleichsgruppe. Die Dauer des Klinikaufenthaltes sowie die Mortalitätsrate nach 60 Tagen unterschieden sich nicht wesentlich in beiden Gruppen.

Allerdings: Patienten mit Gram-negativen Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa hatten deutlich mehr Rezidive, wenn sie nur acht Tage lang mit Antibiotika behandelt wurden.

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