Ärzte Zeitung, 05.08.2004

Neue Empfehlungen zur Malariaprophylaxe erschienen

Detaillierte Übersicht hilft Hausarzt bei seiner Beratung

NEU-ISENBURG (Smi). Neue Empfehlungen für die Malariavorbeugung sind jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) herausgegeben worden. Die Empfehlungen können beratende Hausärzte von der Homepage der DTG herunterladen.

In einem allgemeinen Teil geht die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin zunächst auf Expositions- und Chemoprophylaxe ein. An Medikamenten sind derzeit die fixen Kombinationen Artemether/Lumefantrin und Atovaquon/Proguanil, Chloroquin, Proguanil, Mefloquin sowie Chinin auf dem Markt. Zudem wird Doxycyclin von der DTG aufgelistet.

Eine detaillierte Tabelle erleichtert den beratenden Hausärzten die Dosierungsempfehlung. Auch auf Resistenzen in bestimmten Gebieten gehen die Experten der DTG ein. In einem zweiten Teil werden die weltweiten Risikogebiete aufgelistet: von Ägypten bis zur Zentralafrikanischen Republik. Empfehlungen gibt es sowohl zur medikamentösen Malariaprophylaxe als auch zur Notfallbehandlung. Aufgeschlüsselt nach jahreszeitlicher Gefährdung, werden für jedes Malaria-Land eine Risikoeinschätzung, die Risikogebiete sowie die Malaria-Erreger genannt.

Abgerundet wird das Service-Paket der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin schließlich durch eine Handreichung, wie sich besondere Personengruppen - etwa Kinder, Schwangere und Reisende mit Vorerkrankungen - vor Reiseantritt schützen sollten.

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin finden Sie unter http://www.dtg.mwn.de/malaria/malproph.htm

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »