Ärzte Zeitung, 04.05.2005

WHO legt neuen Bericht zur Malaria vor

NEW YORK (ug). Im Kampf gegen die Malaria gibt es deutliche Fortschritte, vor allem in Afrika profitieren mehr Menschen als noch vor fünf Jahren von moderner Therapie und von Präventionsmaßnahmen. Das zeigt der Welt-Malaria-Report 2005, den WHO und UNICEF gestern gleichzeitig in New York, Genf und Kairo vorgestellt haben.

Dem neuen Report liege die bisher größte Datensammlung zu Malaria zugrunde, die es je gegeben habe, so die WHO. Im Jahr 2003 waren demnach 350 bis 500 Millionen Menschen mit Malaria tropica infiziert, die meisten von ihnen Afrikaner. Genaue Zahlen gebe es nicht, denn oft werde Malaria nicht diagnostiziert.

Malaria kommt in 100 Ländern vor. 42 Malaria-Länder, darunter 23 afrikanische, setzen bei der Behandlung auf moderne Artemisinin-Kombinationen entsprechend der WHO-Empfehlung. Weitere 14 stellen ihre Therapie-Strategie gerade um. In vielen Ländern haben außerdem Präventionskampagnen gewirkt. So schlafen etwa in Sambia 80 Prozent der Kinder unter fünf Jahren nun unter imprägnierten Moskitonetzen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »