Ärzte Zeitung, 21.09.2005

WHO verteilt im Niger Arzneien gegen Malaria

NEU-ISENBURG (Smi). Die Weltgesundheitsorganisation will 100 000 unterernährte Kinder im Niger mit Malaria-Medikamenten versorgen, um eine weitere Sterbewelle in dem afrikanischen Land zu verhindern. Die Malaria-Saison hat dort gerade begonnen.

An keiner anderen Infektion sterben im Niger so viele Kinder unter fünf Jahren wie an Malaria, so die WHO. Die Hungerkrise hat die Situation noch verschärft.

"Schon unter normalen Bedingungen sind die Hälfte aller Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren auf Malaria zurückzuführen", sagte der WHO-Repräsentant Dr. David Nabarro. "Ohne geeignete Maßnahmen könnte diese Zahl noch höher ausfallen." Viele der Kinder seien zu geschwächt, um eine Malaria-Erkrankung zu überleben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »