Ärzte Zeitung, 21.03.2006

Neuer Ansatz zur Therapie bei Malaria entdeckt

ZÜRICH (eb). Einen neuen Ansatz zur Therapie bei Malaria haben Forscher aus der Schweiz, Kanada und den USA entdeckt. Sie synthetisierten Moleküle, die Plasmepsine hemmen. Plasmepsine sind Enzyme des Malaria-Erregers Plasmodium, die Hämoglobin abbauen. So werden die Plasmodien mit den für ihr Wachstum nötigen Aminosäuren versorgt.

In Zellkulturen mit Plasmodien-infizierten Erythrozyten konnten die neuen Moleküle das Wachstum der Parasiten hemmen.

Jährlich infizieren sich 300 bis 600 Millionen Menschen mit Plasmodium falciparum, Erreger der gefährlichsten Malariavariante.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »