Ärzte Zeitung, 21.03.2006

WHO meldet Erfolg im Kampf gegen Masern

GENF (ug). Einen großen Erfolg meldet die Weltgesundheitsorganisation (WHO): Die Zahl der Todesfälle durch Masern ist von 1999 bis 2004 um 48 Prozent gesunken.

Im Jahr 1999 sind noch 871 000 Menschen an den Folgen einer Masern-Infektion gestorben, im Jahr 2004 sind es 454 000 gewesen. Den größten Rückgang verzeichnet die WHO in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara: Hier sind sowohl die Zahl der Masern-Infizierten als auch die der Gestorbenen um 60 Prozent gesunken. WHO-Direktor Jong-wook Lee spricht von einer "herausragenden Erfolgsgeschichte".

Grund für den Rückgang sind ausgedehnte Impfkampagnen: Fast 500 Millionen Kinder weltweit sind von 1999 bis 2004 von Teams der WHO und von UNICEF gegen Masern geimpft worden. Die Impfkampagnen sollen auch weitergeführt werden, so die WHO, vor allem in Südasien.

Denn hier sei der Mortalitätsrückgang am geringsten gewesen. Ziel ist, daß alle Kinder weltweit in ihrem neunten Lebensmonat eine erste Impfdosis gegen Masern erhalten und später auch eine zweite.

Um Masern weltweit zu eliminieren, ist 2001 die Masern-Initiative gegründet worden, die unterstützt wird von WHO, UNICEF und vielen anderen Organisationen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »