Ärzte Zeitung, 20.04.2006

Die WHO will Trachom bis 2020 ausrotten

GENF/BENSHEIM (IPS/eb). Die Infektionskrankheit Trachom ist weltweit die häufigste Ursache für vermeidbare Erblindungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt eine Ausrottung der Krankheitserreger Chlamydia trachomatis bis zum Jahr 2020 an.

Trachom-kranker Massai: Die Erreger werden von Fliegen übertragen. Foto: Christoffel-Blindenmission/ argum/ Einberger

Einige Länder wie der Iran, Marokko, Mexiko und das Sultanat Oman sind auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen, wie die WHO jetzt mitgeteilt hat.

Die WHO schätzt, daß heute etwa 80 Millionen Menschen an einem Trachom leiden, 1985 waren es noch etwa 360 Millionen Menschen.

Grund für den Rückgang der Erkrankung sehen Gesundheitsexperten vor allem in der "WHO Alliance for the Global Elimination of Blinding Trachoma" (GET 2020), die die durch Trachom bedingten Erblindungen bis 2020 beseitigen will.

Gegen Chlamydia trachomatis kann leicht mit Antibiotika behandelt werden, so kann eine Erblindung mit Erfolg bekämpft werden.

Die Zahl der erblindeten Trachom-Patienten sei bereits drastisch zurückgegangen, so auch die Christoffel-Blindenmission in Bensheim: von knapp sechs Millionen auf etwa 1,3 Millionen. "Wir sind damit auf einem guten Weg, das Ziel von ,VISION 2020 - das Recht auf Augenlicht‘ zu erreichen", erklärte Martin Georgi, Direktor der Christoffel-Blindenmission.

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