Ärzte Zeitung, 05.05.2006

Ursache entdeckt für Plasmodien-Resistenz

Resistente Mücken können helfen, Malaria einzudämmen

ST. PAUL (mut). US-Forscher aus St. Paul haben den Grund entdeckt, weshalb manche Anopheles-Mücken die Malaria-Erreger übertragen können und andere nicht.

Anopheles-Mücken trinken das Blut eines Malaria-Patienten. Foto: K. Vernick/Science

So hat ein großer Teil der Anopheles-Mücken ein Paket mit Resistenz-Genen innerhalb eines kleinen Chromosomenabschnitts. Dieses Paket erlaubt es den Mücken, den Erreger zu erkennen und zu eliminieren. Die Forscher entdeckten die sogenannte "Resistenz-Insel" im Genom von Mücken, die Blut von infizierten Menschen erhalten hatten, den Erreger später aber nicht in sich trugen ("Science" 312, 2006, 577).

Sie gehen davon aus, daß Anopheles normalerweise über die Resistenzgene verfügt, und diese bei einem Teil der Mücken verloren geht, was zu einer Art Immundefekt führt.

Inzwischen sind Pilze bekannt, die vor allem Plasmodium-infizierte Mücken befallen. Solche Pilze könnten helfen, Plasmodien-infizierte Mücken in der Natur zu reduzieren und Malaria einzudämmen, so die Forscher.

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