Ärzte Zeitung, 11.05.2006

Enzephalitis durch Masern bei zwei Kindern in NRW

MÜNCHEN (mut). Bei dem Masernausbruch in Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 1100 Menschen erkrankt. Damit handelt es sich um den größten Masernausbruch seit Einführung der Meldepflicht 2001, teilte der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte in München mit.

Drei Menschen mußten aufgrund von Masernkomplikationen in Kliniken eingewiesen werden. Ein siebenjähriges Mädchen und ein 17jähriger Junge sind an einer Masernenzephalitis erkrankt. Der Gesundheitszustand der beiden Kinder sei ernst, aber nicht lebensbedrohend gewesen.

Eine 26 Jahre junge Frau bekam eine Masernmeningitis. Alle drei Patienten konnten nach etwa einer Woche aus den Kliniken entlassen werden. Das Mädchen leide aber bis heute an neurologischen Störungen. Noch könne niemand sagen, ob es bleibende Schäden haben wird.

Der Masernausbruch an Rhein und Ruhr hat vor etwa zehn Wochen begonnen.

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