Ärzte Zeitung, 28.07.2006

Keime mit Nano-Kanülen

Das sind keine Schraubverschlüsse, sondern vom Computer erzeugte Modelle des Infektionsapparates von Salmonella. Im Hintergrund sieht man das elektronenmikroskopische Bild dieser Nano-Kanülen. Foto: IMP-IMBA Wien / Kulcsar

Struktur eines Injektionsapparates für Toxine aufgeklärt

WIEN (ple). Forscher aus Österreich und den USA haben jene Strukturen bei Salmonellen auf Nano-Ebene aufgeklärt, mit denen die Erreger etwa von Typhus und Lebensmittelvergiftungen Toxine in Körperzellen schleusen. Es handelt sich um Nano-Kanülen.

Damit haben die Forscher einen neuen Angriffspunkt für die Entwicklung von Arzneien, die eine Infektion mit den Keimen verhindern.

Mit Hilfe eines hochauflösenden Elektronenmikroskops klärten die Forscher um Dr. Thomas Marlovits vom Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie in Wien sowohl Struktur als auch die Vorgänge beim Zusammenbau des Infektionsapparates auf (Nature 441, 2006, 637). Ähnliche Nano-Kanülen gibt es auch bei anderen humanpathogenen Keimen, etwa Yersinien.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »