Ärzte Zeitung, 11.09.2006

Infektionen mit resistenten Keimen beim Tätowieren

Methicillin-resistente Staphylokokken übertragen

Tätowierung des Oberschenkels einer Frau. Wer unsauber arbeitet, kann resistente Keime übertragen. Foto: dpa

NEU-ISENBURG (ple). Wer sich eine Tätowierung machen läßt, riskiert nicht nur eine Infektion mit Hepatitis-C-Viren, sondern läuft auch Gefahr, sich mit resistenten Bakterien zu infizieren. So wurden jetzt mehr als 30 Menschen in drei Staaten in den USA mit ambulant erworbenen Methicillin-resistenten Staphylokokken (MRSA) während des Tätowierens angesteckt.

Wie die US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) mitteilen, hatten die meisten Infizierten zum Beispiel eine Follikulitis, Erytheme oder Abszesse (MMWR 55, 2006, 677). Die Hautveränderungen befanden sich an frisch tätowierten Hautstellen oder nicht weit davon. Nach CDC-Angaben hatten sich auch einige nichttätowierte Kontaktpersonen an infizierten Tätowierten mit MRSA-Keimen angesteckt.

Ursache für die MRSA-Infektionen durch die Tätowierungen waren den CDC zufolge die verwendeten nichtsterilen Geräte und unzureichende Hygienemaßnahmen der 13 beteiligten Tätowierer. Diese hatten keine Lizenz für das Tätowieren.

Weitere Infos bei den CDC unter http://www.cdc.gov/mmwr, Suche mit "MRSA" und "Tattoo"

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