Ärzte Zeitung, 24.04.2007

Weniger Allergien bei H. pylori-Infekt

NEW YORK (ddp). Die Infektion mit Helicobacter pylori ist offenbar mit einem verringerten Risiko für Allergien und Asthma assoziiert. Dieses Fazit zogen US-Ärzte um Dr. Martin Blaser aus New York nach der Auswertung der Daten von mehr als 7600 Erwachsenen (Arch Intern Med 167, 2007, 821).

Studienteilnehmer, die als Kind einen besonders aggressiven Helicobacter-pylori-Stamm im Magen hatten, erkrankten als Kinder nur etwa halb so häufig an Asthma oder an Allergien gegen Pollen oder Schimmelpilze wie jene, die nicht mit dem Keim infiziert waren. Nach Ansicht der Ärzte ist der Zusammenhang ein weiterer Beleg für die Hygiene-Hypothese, nach der die verbesserten Hygiene-Bedingungen in den Industrieländern Allergie-bedingten Erkrankungen Vorschub leisten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »