Früherkennung hilft, Sterilität vorzubeugen

Veröffentlicht:

Infektionen mit Chlamydia trachomatis gehören zu den am weitesten verbreiteten sexuell übertragbaren Krankheiten. Nach Schätzungen kommt es in Deutschland zu etwa 500 000 Neuinfektionen pro Jahr. Die Erreger werden von Mann und Frau unbemerkt verbreitet, was zu erheblichen Folgeschäden führen kann: Chlamydia trachomatis gilt als ein Hauptverursacher von Unfruchtbarkeit bei Frauen. Eine Infektion lässt sich mit einem Antigen- oder Antikörper-Test oder mit Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auf Chlamydien-DNA nachweisen.

Untersuchungen auf Chlamydien sollten ja nach der individuellen Lebenssituation des Patienten ab einem Alter von 18 Jahren vorgenommen werden. Bei Frauen wird ein Tupfer in den Endozervixkanal eingeführt und 3 bis 5 Sekunden lang an der Zervixwand gedreht, um eine genügende Entnahme von Epithelzellen sicherzustellen. Bei Männern erfolgt eine urethrale Abstrichprobe. Anschließend wird der Tupfer in ein pufferhaltiges Transportröhrchen gegeben und das Tupferstäbchen an der markierten Stelle abgebrochen. Das Röhrchen muss samt Tupfer sorgfältig verschlossen werden. Der Transport kann bei Raumtemperatur erfolgen. Sollte die Probe nicht umgehend verschickt werden können, empfiehlt sich eine Lagerung bei 2° bis 8° C. Weitere Probematerialien sind Urin, Ejakulat und Punktate.

EBM-Abrechnung: Mutterschaftsvorsorge: Ziffer 01813 (215 Punkte), seit Juli 2007 auch Antigen-Nachweis mit Amplifikation. Außerhalb der Mutterschaftsvorsorge für den Antigen-Nachweis Ziffer 32702 (9,70 Euro) oder Antikörper-Nachweis Ziffer 32589 (11,20 Euro).

GOÄ-Abrechnung: Abgerechnet wird mit dem 1,0 bis 1,15 fachen Satz nach der GOÄ-Ziffer 4525 (14,57 bis 16,76 Euro) oder der PCR-Test nach 4780, 4783 und 4785 (99,09 bis 113,95 Euro) zuzüglich Probennahme und Beratung.

Mehr zum Thema

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: Was bringen Digitoxin und Vericiguat?

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß

Lesetipps
Bei der Übung „Drei Minuten Atemraum“ geht es etwa darum, die aktuelle Tätigkeit für drei Minuten zu unterbrechen und bewusst in sich hineinzuhören. (Symbolbild)

© wang / stock.adobe.com / Generated with AI

Mehr Wohlbefinden im Praxisalltag

Praxisstress? Diese Achtsamkeitsübungen verschaffen Ihnen schnell wieder Luft

Eine Reihe von Sportutensilien (Fußball, Tennisschläger, Springsseil, etc.) in einer Sporttasche, die auf dem Boden steht.

© Pixel-Shot / stock.adobe.com

US-Analyse

Was Bewegung bei diesen sieben Krebsarten bringt