Ärzte Zeitung, 05.03.2008

Uniklinik Dresden Vorreiter bei Handhygiene

DRESDEN (dür). Bereits vor der bundesweiten Aktion "Saubere Hände", mit der die Handhygiene des Klinikpersonals verbessert werden soll, haben Hygieneexperten des Uniklinikums Dresden viele Aktivitäten entwickelt, um bei ihren Mitarbeitern die Akzeptanz der Handhygiene zu optimieren.

So installierte das Klinikum allein im vergangenen Jahr etwa 500 zusätzliche Spender für Händedesinfektionsmittel in unmittelbarer Nähe von Patientenbetten.

"Kurze Wege zum Spender fördern die Bereitschaft zur Händedesinfektion", kommentiert der Hygienespezialist der Universitätsklinik Privatdozent Dr. Lutz Jatzwauk diese Maßnahme, mit der die Zahl der Infektionen im Krankenhaus gesenkt werden soll. Um Hautproblemen des Personals vorzubeugen, setzt das Klinikum extra besonders hautverträgliche Desinfektionsmittel ein.

"Auch die optimale Technik der Händedesinfektion wird nicht von allen angewandt", sagt Jatzwauk. Um Wissenslücken beim Klinikpersonal zu schließen, entwickelte er zusammen mit der Unternehmensberatung Birgin ein interaktives Lernprogramm, mit dem Mitarbeiter ihre Kenntnisse der Händedesinfektion überprüfen können.

Das von der Firma vermarktete Programm kostet etwa 110 Euro plus einer teilnehmerabhängigen Nutzungsgebühr. Durch das Wechselspiel von Fragen und Antworten sollen die Teilnehmer dazu angeregt werden, sich mit dem Thema Handhygiene auseinanderzusetzen.

Topics
Schlagworte
Infektionen (14270)
Krankheiten
Infektionen (4387)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »