Ärzte Zeitung, 15.09.2008

Institut warnt vor resistenten Bakterien

BERLIN (dpa). Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Professor Jörg Hacker, warnt vor einer Zunahme der Antibiotika-Resistenzen. Nach Schätzungen des RKI infizieren sich jedes Jahr 400 000 bis 600 000 Patienten in Krankenhäusern mit resistenten oder nichtresistenten Keimen.

"In vielen Kliniken wird das Problem mittlerweile stärker wahrgenommen", so Hacker. "Dennoch reichen die Maßnahmen noch nicht aus." Daher müssten Präventionsaktivitäten besser umgesetzt und auch Patienten umfassender aufgeklärt werden.

"Je mehr Antibiotika verbraucht werden, desto mehr steigt das Risiko von Resistenzen", erklärte Hacker. Ärzte in Kliniken und Hausärzte müssten bei der Verschreibung von Antibiotika noch überlegter als bisher vorgehen und in dem Bemühen durch zuverlässige Daten zur lokalen Resistenzsituation unterstützt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »