Ärzte Zeitung, 17.01.2010

Fünfter Todesfall nach Infektionen mit Legionellen in Ulm

ULM (dpa). Die Zahl der Todesfälle durch die Legionellen-Erkrankungen in Ulm und Neu-Ulm hat sich inzwischen auf fünf erhöht. Nun sei eine hochbetagte Frau gestorben, die mehrere Vorerkrankungen gehabt habe, teilten die Stadt Ulm und der Alb-Donau-Kreis mit. Inzwischen seien den Gesundheitsbehörden mehr als 60 mit Legionellen infizierte Menschen bekannt. Die Zahl erhöhe sich aber nur noch, weil neue Laborergebnisse bekannt würden. Knapp die Hälfte der Erkrankten sei aus den Kliniken entlassen worden.

Bei der Suche nach der Infektionsquelle gab es noch keine Fortschritte. Experten prüfen, ob eine Abluftwolke einer Kühlanlage vom Stadtrand die Krankheitserreger verbreitet haben könnte.

Legionellen-Infektionen beginnen meist mit Husten und Fieber. Später kann es zu schweren Lungenentzündungen kommen. Infizierten Menschen mit entsprechenden Symptomen raten die Behörden, den Hausarzt aufzusuchen. Eine Übertragung der Legionellen von Mensch zu Mensch ist den Angaben zufolge nicht möglich. Das Robert-Koch-Institut hat 2008 bundesweit mehr als 500 Fälle registriert, geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Je nachdem, wo die Krankheit erworben wurde, starben 6 bis 26 Prozent der Erkrankten.

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