Dosierung von Antibiotika nach Körpergewicht?

NEU-ISENBURG (eb). Um die potenzielle Wirkung von Antibiotika zu optimieren, sollte das Körpergewicht bei der Dosierung berücksichtigt werden. Das fordern Ärzte im Fachblatt "Lancet".

Veröffentlicht:
Antibiotika nach dem Körpergewicht zu dosieren, könnte die Wirkung optimieren. © PhotoDisc / Ärzte Zeitung

Antibiotika nach dem Körpergewicht zu dosieren, könnte die Wirkung optimieren. © PhotoDisc / Ärzte Zeitung

© PhotoDisc / Ärzte Zeitung

Bei einem Mann von 90 kg und 1,90 m Größe ist die fettfreie Körpermasse doppelt so groß wie bei einer Frau von 56 kg und 1,50 m. Nach aktuellen Behandlungsrichtlinien würden beide Patienten zum Beispiel bei ambulant erworbener Pneumonie dieselben Dosen an Antibiotika erhalten, kritisieren Dr. Matthew E. Falagas und sein Kollege Dr. Drosos Karageorgopoulos vom Alfa-Institut für Biomedizin in Athen (Lancet 375, 2010, 248). Dosis-Probleme könnten hier besonders bei adipösen Patienten entstehen.

Antibiotika wie beta-Laktame, Vancomycin, Fluorochinolone, Makrolide, Linezolid, Sulfonamide und Fluconazol seien zwar für die Einheitsdosierung zugelassen. Es gebe jedoch Beobachtungen, dass die Mittel bei größeren Patienten höher dosiert werden sollten. "Ein Abstimmen der Antimikrobiotika-Dosierung auf die körperlichen Merkmale des Patienten könnte wichtig sein, um die maximale Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie zu erzielen", so die Ärzte.

Dies sei bei infektanfälligen oder abwehrgeschwächten Patienten besonders wichtig. Bei Kindern werde schon lange pro kg Körpergewicht dosiert. Um komplizierte Berechnungen für die korrekte Dosierung zu vermeiden, sollten dafür Programme für Computer entwickelt werden.

Mehr zum Thema

Gemeinsamer Bundesausschuss

Zusatznutzen für mehrere Orphan Drugs

Impfen gegen Krebs

Malignes Melanom: Impfen als Booster für die Checkpointblockade

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Infektionsgeschehen

Höhepunkt der Grippewelle wohl überschritten

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann im Krankenhaus beim Essen.

© fresnel6 / stock.adobe.com

Neue S3-Leitlinie

Ernährungs-Screening bei Menschen mit Krebs sollte Routine werden

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe