Ärzte Zeitung, 01.03.2010

Verseuchter Käse: Weiterer Todesfall in Deutschland

BERLIN (eb). Dem Listeriose-Ausbruch durch verseuchten Käse werden jetzt 21 Fälle in Österreich (davon 9 im Jahr 2010) und 8 Fälle in Deutschland (6 im Jahr 2010) aus vier Bundesländern zugerechnet (wir berichteten). Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin (Epi Bull 8, 2010, 78). Nach RKI-Angaben sind acht Patienten gestorben, darunter drei aus Deutschland. Der letzte Patient in Deutschland war am 11. Februar erkrankt.

Damit hat sich in Deutschland seit letzter Woche die Zahl der Fälle, die dem Ausbruch zugerechnet werden, um eine Erkrankung und einen Todesfall erhöht. Der kontaminierte Käse war am 23. Januar vom Markt genommen worden. Da bei Listeriose die Symptome drei bis 70 Tage nach Erregeraufnahme auftreten (im Mittel nach etwa drei Wochen), könnten vereinzelt noch weitere Listeriosen in Zusammenhang mit dem Ausbruch auftreten, so das RKI.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »