Ärzte Zeitung, 11.04.2011

Neuer Malaria-Erreger bei Affen weit verbreitet

NEU-ISENBURG (eis). Der bislang nur von Affen bekannte Malariaerreger Plasmodium knowlesi ist in Südostasien im vergangenen Jahr vermehrt bei Menschen isoliert worden.

Forscher aus Malaysia haben jetzt belegt, dass der Erreger bei Affen weit verbreitet ist, berichtet BBC News (wir berichteten). Bei drei Vierteln von 108 wilden Makaken wurden die Plasmodien im Blut gefunden.

Bisher werde der Erreger nur von Affen an den Menschen weitergegeben und nicht von Mensch zu Mensch verbreitet. Die Forscher befürchten allerdings, dass der Erreger beim Eindringen von Menschen in die Regenwälder künftig gehäuft bei Menschen auftreten könne.

Topics
Schlagworte
Infektionen (14268)
Reisemedizin (1694)
Organisationen
BBC (422)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »