Ärzte Zeitung, 30.08.2011

Entzündungen im Hoden werden durch Testosteron gebremst

GIESSEN (eb). Der entzündungshemmende Effekt des Testosterons wird durch Entzündungen und Infekte vermindert, denn dadurch sinkt der Testosteronspiegel.

Das gilt etwa für Entzündungen des männlichen Reproduktionstrakts, einer häufigen Ursache eines unerfüllten Kinderwunschs.

Umgekehrt kann durch Applikation von Testosteron eine Entzündung im Hoden gebremst und die nachfolgende Störung der Keimzellbildung unterdrückt werden, haben Forscher der Uni Gießen bei Ratten herausgefunden.

Dabei beeinflusst das Testosteron direkt die Entstehung regulatorischer T-Zellen, hemmt die Ansammlung von Entzündungszellen im Hoden und die Produktion entzündungsfördernder Zytokine (J Immunol 2011; 186: 5162).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »