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Kommentar

Heimatbesuch mit Malaria-Risiko

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Familien mit Migrationshintergrund haben bei Aufenthalten in der ehemaligen Heimat oft ein hohes Risiko für Infektionen. Sie wohnen meist in Privatunterkünften und haben engen Kontakt zur Bevölkerung.

Weil sie die gesundheitlichen Risiken zu kennen glauben, lassen sie sich nur selten vor einer Reise beraten. Eine gesundheitliche Vorbereitung ist ihnen aber dringend ans Herz zu legen.

Wer zum Beispiel aus einer Malariaregion stammt und sich daran gewöhnt hatte, nur noch leicht an der Infektion zu erkranken, kann nach Jahren der Abwesenheit sein blaues Wunder erleben.

Da die Teilimmunität gegen die Krankheit inzwischen verschwunden ist, sind schwere lebensbedrohliche Verläufe bei Migranten keine Seltenheit. Eine wirksame Prophylaxe ist für sie und besonders auch für ihre Kinder sehr wichtig.

Auf Migrantenfamilien ist daher in der Praxis besonders zu achten. Bei Reisplänen ist der Impfschutz zu überprüfen und zu vervollständigen sowie gegebenenfalls die Malariaprophylaxe mit Mückenschutz anzusprechen und eine Chemoprävention zu verordnen.

Reisende Familien sollten auch zum Umgang mit Tieren angesprochen werden: Kinder werden häufig gebissen, und vielerorts besteht ein Tollwutrisiko.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Vielen Kindern fehlt eine Malaria-Prophylaxe

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