NRW führt Datenbank für Antibiotika ein

KÖLN (iss). Nordrhein-Westfalen (NRW) hat nach eigenen Angaben als erstes Bundesland eine Antibiotika-Datenbank gestartet.

Veröffentlicht:

Tierärzte und Landwirte sollen darin freiwillig die Verwendung von Antibiotika in der Hähnchenmast dokumentieren. "Der Arzneimitteleinsatz in der Massentierhaltung muss für die Behörden transparenter werden", sagte Landesverbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne).

96,4 Prozent der Masthähnchen in NRW erhalten Antibiotika, ergab eine Studie im Auftrag des Ministeriums. Daher möchte Remmel weitere Maßnahmen folgen lassen. So sollten die Antibiotika-Ströme in der Tierzucht offen gelegt und die Antibiotika "aus den Ställen verbannt" werden.

Zudem forderte er eine Konferenz einzuführen, an der sich Vertreter von Landwirtschaft, Tierärzten, Ärzten, Verbraucher- und Umweltverbänden sowie Behörden beteiligen sollten.

Die Pläne von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) schüfen weder Transparenz über Antibiotika-Ströme noch eine ausreichende Rechtsgrundlage, um weniger antimikrobielle Substanzen einzusetzen.

Schlagworte:
Mehr zum Thema

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Kritik an Corona-Verfahren

Warken kontert Vorwürfe von US-Gesundheitsminister Kennedy

B- und T-Zell-Immunität

Richtig impfen gegen Influenza und COVID-19

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion von Gilead Sciences beim DÖAK 2025 von links: Dr. Nazifa Qurishi, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, Gemeinschaftspraxis Gotenring Köln; Kelly Cavalcanti, HIV-Aktivistin und Referentin für Gesundheit und Empowerment, Köln, und Martin Flörkemeier, Senior Director Public Affairs, Gilead Sciences, München

© Gilead

Unternehmen im Fokus

HIV-Versorgung: Vertrauen in unruhigen Zeiten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Lesetipps
Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen