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Der Mensch - ein Zirkus für Mikroben

LONDON (dpa). Fünf Jahre lang haben Forscher aus mehr als 80 Einrichtungen alle Bakterien erfasst, die am und im Menschen leben und ihre Funktion entschlüsselt.

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Dafür entnahmen sie von 242 gesunden Erwachsenen Proben von Nase, Mund, Rachen, Vagina, Stuhl und Haut. Nun stellen sie mehrere Studien vor, zwei in der Fachzeitschrift "Nature".

Demnach unterscheidet sich die Keimzahl je nach Mensch und Körperregion erheblich. Vermutlich leben mehr als 10.000 verschiedene Arten von Bakterien im und am Menschen, weit mehr als bisher vermutet.

Gemeinsam besitzen sie etwa acht Millionen Gene, die in ein Protein übersetzt werden können. Der Mensch selber verfügt nur über rund 22.000 solcher Protein-codierenden Gene.

Ende 2007 hatte die US-Gesundheitsbehörde NIH das Human Microbiome Project (HMP) initiiert. Zu klären, welchen Beitrag die Mikroorganismen zu Gesundheit und Krankheit leisten, ist als Aufgabe für die nächsten Jahre vorgesehen.

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