Ärzte Zeitung, 15.07.2014

Hundehautwurm

Seltene Parasiten-Infektion erstmals in Deutschland

BERLIN. Erstmals wurde in Deutschland eine autochthone Infektion mit dem Hundehautwurm Dirofilaria repens registriert (Epi Bull 2014; 28: 247).

Die von Stechmücken übertragenen Fadenwürmer wurden bei einem Mann aus Sachsen Anhalt isoliert. Monate nach dem Stich hatten sich bei ihm Knoten in der Haut gebildet. Selten können die Parasiten auch andere Organe wie Augen oder Lunge befallen.

Infektionen mit Dirofilaria repens (kutane Dirofilariose) sind in Süd- und Osteuropa sowie in vielen Ländern Afrikas und Asiens endemisch. Die Fadenwürmer bevorzugen in erster Linie Hunde als ihren Wirt, aber auch andere Tiere können als Wirt dienen.

Nur relativ selten sind Menschen von einer Infektion betroffen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin anhand eigener Untersuchungen über Funde von Larven des Hundehautwurms in deutschen Stechmücken informiert. Deutschland galt bisher aufgrund der klimatischen Bedingungen als eine wenig gefährdete Region (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »