Ärzte Zeitung, 14.09.2007

Pflanzliches Sekretolytikum wirkt bei Sinusitis auf mehreren Ebenen

Entzündungen der Nasennebenhöhlen werden nicht immer von Bakterien ausgelöst

HAMBURG (nke). In der Entstehung einer chronischen Sinusitis sind viele Faktoren bedeutsam. Außer einer bakteriellen Pathogenese werden auch biomechanische und immunologische Prozesse diskutiert.

Wenn man sich ständig die Nase putzen muss, kann eine chronische Sinusitis die Ursache sein. Foto: dpa

"Nicht bei jeder katarrhalischen Sinusitis muss primär antibiotisch behandelt werden", so Professor Hans Behrbohm aus Berlin. Denn nicht immer seien Bakterien die Auslöser der Entzündung, so Behrbohm bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pohl-Boskamp in Hamburg. Es handle sich vielmehr um ein multifaktorielles Geschehen, bei dem es zunächst zu einer gestörten Ventilation und Drainage der Nebenhöhlen komme.

Fließt das Sekret nicht ab, wird es hoch viskös

Das hier gebildete Sekret könne nicht abfließen, es verändere seine Zusammensetzung, seinen pH-Wert und werde außerdem hoch viskös. Durch den Sekretstau in den Nasennebenhöhlen verklebe das Flimmerepithel, was den Abtransport von Sekret und Fremdkörpern weiter vermindere. Pathogene Keime könnten sich verstärkt ausbreiten.

Zusätzlich seien offenbar auch immunologische Prozesse wichtig, erklärte der Chefarzt der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen der Parkklinik Weissensee in Berlin.

Behrbohm: "In der Mukosa und im Sekret von Patienten mit chronischer Rhinosinusitis finden sich vermehrt neutrophile Granulozyten, aber auch Eosinophile, Mastzellen und Basophile sowie eine erhöhte Konzentration von Leukotrienen und Prostaglandin E2." Entzündliche Veränderungen der Schleimhaut gingen vor allem auf die Wirkung der Leukotriene zurück. Wegen der vielfältigen pathogenetischen Mechanismen brauche man heute Präparate, die auf möglichst viele Faktoren wirken, sagte Behrbohm.

Die Produktion von normalen Sekret wird gefördert

Das pflanzliche Sekretolytikum Myrtol standardisiert (GeloMyrtol® forte) wirkt auf verschiedenen Ebenen. Daher ist es besonders für die Therapie von akuten und chronischen Atemwegsentzündungen geeignet. Das Arzneimittel fördere die Produktion normalen Sekrets und die Lösung dicken Schleimes. Außerdem wirke es antientzündlich und antibakteriell.

Katarrhalische Entzündungen gehören zu den Indikationen

Als Indikationen empfahl der Berliner Experte die Therapie katarrhalischer Entzündungen der Nebenhöhlen und der oberen Luftwege. Auch bei allen akuten und chronisch purulenten Entzündungen der oberen und unteren Luftwege sei die begleitende Anwendung des Phytopharmakons sinnvoll.

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