Ärzte Zeitung online, 08.04.2014

Ebola

Mehr Todesfälle in Guinea

Aus Guinea werden weitere Todesfälle gemeldet, die mit dem Ebolafieber zusammenhängen könnten. Für zwei Fälle in Sierra Leone gibt es derweil "Entwarnung" - zumindest für das Ebolavirus.

NEU-ISENBURG. Die Zahl der Todesopfer im Rahmen des Ausbruchs von Ebolafieber in Guinea ist über das Wochenende deutlich angestiegen - von zunächst 86 auf jetzt 95 Todesfälle. Auch die Zahl der Verdachtsfälle ist leicht gestiegen, auf jetzt 151 "klinisch kompatible" Fälle, wie das Afrikabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Montagabend mitteilte.

Von den gemeldeten Fällen sind 54 durch PCR-Tests bestätigt wurden. Fast 50 weitere Proben aus Guinea lieferten bislang negative Ergebnisse. Gestern war auch in Ghana nach einem Verdachtsfall Entwarnung gegeben worden, nachdem Laboruntersuchungen virale Erreger des hämorrhagischen Fiebers ausgeschlossen hatten. In Guinea werden derzeit rund 540 Kontaktpersonen medizinisch überwacht.

Aus Mali meldet die WHO inzwischen sechs Verdachtsfälle der Ebola-Viruskrankheit. In zwei Fällen konnten Labortests jedoch eine virale Genese durch Ebolaviren ausschließen. Für Liberia haben die Behörden derweil ihre Angaben korrigiert.

Am Montag hieß es zunächst, es gebe 18 Verdachtsfälle. Die WHO spricht nun von 16 Verdachtsfällen, darunter zehn Todesopfer. Jeder zweite letale Fall konnte bisher positiv auf das Ebolavirus getestet werden.

In Sierra Leone hat sich die Situation seither nicht verändert. Von dort wurden zwei Verdachtsfälle gemeldet, die sich nun aber nach Angaben der lokalen Behörden als Lassafieber herausgestellt haben. Das Lassa-Virus gilt in Sierra Leone als endemisch. (nös)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »