Ärzte Zeitung online, 13.01.2015

Ebola-Epidemie

WHO übt Selbstkritik an Krisenmanagement

Die Weltgesundheitsorganisation hat nach eigener Einschätzung unzureichend auf den Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika reagiert. Das geht aus einer aktuellen Analyse der UN-Behörde hervor.

GENF. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) übt Selbstkritik an ihrem Umgang mit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika.

Es sei deutlich geworden, dass die UN-Behörde in ihrer derzeitigen Form nicht unbedingt mit großen oder neuartigen Krisen fertig werden könne, hieß es in einer Analyse der WHO in Genf.

Experten hatten der Organisation in der Vergangenheit unter anderem vorgeworfen, zu langsam auf den Ebola-Ausbruch in Westafrika reagiert zu haben.

Die WHO hatte die Epidemie im August 2014 zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt - etwa ein halbes Jahr nach Ausbruch des Virus. Zu diesem Zeitpunkt waren schon etwa 1000 Menschen an Ebola gestorben.

Mittlerweile sind mindestens 21.200 Menschen erkrankt. Rund 8400 starben. Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Ebola-Opfer aus. (dpa)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Heute ab 9.00 Uhr live in unserem Twitter-Ticker

Der Masterplan Medizinstudium 2020, die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge und die Novellierung der (Muster-)Weiterbildunsgordnung stehen auf heutigen Tagesordnung. mehr »

Ein kleiner Schritt für die Menschheit mit großem Risiko?

Astronauten sterben häufig an Herzkreislaufkrankheiten. US-Forscher haben dieses Phänomen untersucht. Und wir erklären, was sie herausgefunden haben. mehr »

Kann eine nicht wirksame Heilmethode so erfolgreich sein?

Kürzlich veröffentlichte die "Ärzte Zeitung" einen kritischen Beitrag zur Homöopathie. Wir geben den von ihr überzeugten Ärzten die Gelegenheit zu antworten. mehr »