Ärzte Zeitung, 11.11.2005

Männerüberschuß wegen Hepatitis B?

CHICAGO (ddp.vwd). Das Hepatitis-B-Virus könnte eine der Ursachen für den Männerüberschuß in vielen asiatischen Ländern sein, glaubt eine US-amerikanische Wissenschaftlerin: Nach ihren Ergebnissen bekommen mit dem Erreger infizierte Frauen anderthalbmal so häufig Söhne wie Töchter - und das könne bei einer Infektionsrate von zehn bis 15 Prozent, wie sie beispielsweise in China vorkomme, zu einem großen Teil das ungewöhnliche Geschlechterverhältnis erklären.

Über ihre Theorie berichtet Emily Oster von der Harvard-Universität in Boston in der Fachzeitschrift "Journal of Political Economy" (113, 2005, 6). Im Gegensatz zur westlichen Welt ist das Geschlechterverhältnis in Ländern wie China und Indien sehr unausgewogen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »