Ärzte Zeitung, 12.09.2007

Hepatitis-C-Test spürt kleinste Virusmengen auf

Pro Jahr wird in Deutschland bei etwa 8000 Personen eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) diagnostiziert. Etwas mehr als die Hälfte der Patienten hat keine typischen Symptome. Die Diagnose dieser Patienten muss also laborchemisch erfolgen.

HCV-Tests auf Basis der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) gewährleisten auch bei geringer Viruskonzentration im Blut eine hochempfindliche spezifische Hepatitis-C-Detektion. Eine geringe Viruslast ist etwa im frühen Krankheitsstadium zu finden. Beim qualitativen Test wird HCV-RNA zunächst aus dem Plasma oder dem Serum durch eine manuelle oder automatisierte Aufreinigung freigesetzt. In der nachfolgenden automatischen Bearbeitung der Probe erfolgen reverse Transkription, Amplifikation und Detektion der HCV-DNA mit komplementären DNA-Sonden.

Außer zur Diagnose und zum Therapiemonitoring bei Hepatitis C wird der PCR-Nachweis auf HCV in Deutschland auch bei allen Blutprodukten systematisch angewendet.

EBM-Abrechnung: Die qualitative HCV-PCR als Bestätigung nach einem positiven Antikörpertest wird nach der EBM-Ziffer 32822 abgerechnet (40,90 Euro). Zur Bestimmung des HCV-Genotyps vor einer antiviralen Therapie kann die EBM-Ziffer 32827 angesetzt werden (102,30 Euro). Für die quantitative HCV-PCR zur Verlaufskontrolle während einer antiviralen Therapie gilt die EBM-Ziffer 32823 (89,50 Euro).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »