Ärzte Zeitung, 03.03.2009

Hepatitis-E-Risiko durch Innereien und Wildschwein

RKI hat Infekte analysiert / 104 Erkrankungen 2008

BERLIN (eis). 104 Erkrankungen mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) sind vergangenes Jahr an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet worden. Die Infekte werden auf Reisen erworben oder auch durch Verzehr von Wildschwein oder Innereien.

Das RKI hat jetzt HEV-Infekte von 66 Patienten aus Deutschland analysiert. 45 Patienten hatten die Infektion in Deutschland erworben, 21 bei Reisen in Afrika, Indien oder in anderen Endemiegebieten. Ein erheblicher Teil der in Deutschland erworbenen Erkrankungen wurde offenbar durch Verzehr von Fleisch (Wildschwein) oder Innereien übertragen. Das RKI rät, zum Schutz vor lebensmittelbedingten Infektionen Fleisch und Innereien ausreichend zu garen und Kreuzkontaminationen durch Küchenhygiene zu vermeiden.

Hepatitis E hat ähnliche Symptome wie Hepatitis A. Fulminante Verläufe sind selten, allerdings kann die Letalität bei Schwangeren über 10 Prozent betragen. Vereinzelt wurden chronische Infektionen nach Organtransplantation beschrieben.

www.rki.de, Infektionskrankheiten A-Z

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »