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Erfolg für Proteasehemmer bei chronischer Hepatitis C

FRANKFURT AM MAIN (hub). Proteasehemmer können die Hepatitis-C-Therapie bereichern. Eine Kombitherapie brachte bis zu zwei Drittel der Patienten ein anhaltendes virologisches Ansprechen - und das beim sonst schwer therapierbaren Genotyp 1.

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Vermehren sich in Hepatozyten: Hepatitis-C-Viren.

Vermehren sich in Hepatozyten: Hepatitis-C-Viren.

© Foto: Hepatitis-C- Forum

Der Therapiestandard bei Patienten mit chronischer Hepatitis C besteht aus Ribavirin und pegyliertem Interferon (peg-IFN). Die Dauer der Therapie richtet sich dabei nach dem Genotyp des Hepatitis-C-Virus (HCV) und dem Ansprechen nach 12 und 24 Wochen. Bei Patienten mit HCV-Genotyp 2 und 3 sind Heilungsraten bis 80 Prozent erreichbar. Bei Genotyp 1 liegt die Rate bei 50 Prozent, es ist immer eine Therapiedauer von mindestens 48 Wochen nötig. Bei den anderen Genotypen können schon 24 Wochen reichen.

Ein völlig neuer Therapieansatz wurde jetzt bei Patienten mit dem schwer zu eliminierenden HCV-Genotyp 1 in einer Phase-II-Studie geprüft. Zum Einsatz kam dabei erstmals ein Proteasehemmer (Telaprevir). In der Studie wurden 334 Patienten in vier Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1: Telaprevir, peg-IFN, Ribavirin für 12 Wochen, dann weitere 12 Wochen peg-IFN plus Ribavirin
  • Gruppe 2: Telaprevir, peg-IFN, Ribavirin für 12 Wochen
  • Gruppe 3: Telaprevir plus peg-IFN ohne Ribavirin für 12 Wochen
  • Gruppe 4: peg-IFN plus Ribavirin für 48 Wochen (Standardtherapie).

Die meisten Patienten mit anhaltendem virologischen Ansprechen gab es mit 69 Prozent in Gruppe 1. In den anderen Gruppen waren es 60 Prozent (Gruppe 2), 36 Prozent (Gruppe 3) und 46 Prozent mit dem üblichen Therapiestandard in Gruppe 4 (NEJM 360, 2009, 1839).

"Wir gehen davon aus, dass der Proteasehemmer die etwa einjährige Therapiezeit bei Patienten mit HCV-Genotyp 1 halbieren kann", sagt Professor Stefan Zeuzem vom Uniklinikum Frankfurt am Main, einer der Studienautoren. "Die Heilungsraten bei diesen Patienten könnten von derzeit annähernd 50 Prozent auf 70 Prozent steigen."

Die Zulassung für Telaprevir bei Hepatitis C wird 2011 erwartet, hieß es bei Internistenkongress.

Lesen Sie auch: Vor 20 Jahren entdeckt: das Hepatitis-C-Virus Hepatitis-C-Therapie wird zunehmend individuell

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