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Polymerasehemmer soll Hepatitis-C-Virus stoppen

Zu den beiden Proteasehemmern Boceprevir und Telaprevir könnten sich bald auch Polymerasehemmer gesellen. Daten zweier Phase-Ib-Studien wurden jetzt publiziert.

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BERLIN (hub). Um gegen chronische Hepatitis C weitere Therapieoptionen zu entwickeln - die auch weniger unerwünschte Wirkungen haben - setzen Forscher auch am Nichtstruktur-Protein 5B an. Gegen diese NS5B-Polymerase ist der nichtnukleosidische Hemmstoff Filibuvir gerichtet.

32 Patienten mit einer chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) vom Genotyp 1 wurden in die erste Phase-Ib-Studie einbezogen. Ermittelt werden sollten die antivirale Aktivität, die Sicherheit und die Pharmakokinetik von Filibuvir (Hepatology 2011; 54: 50).

Je sechs der Patienten erhielten unterschiedliche Dosierungen des Polymerasehemmers - von 100 bis 450 mg alle zwölf Stunden und 300 mg alle acht Stunden für acht bis zehn Tage. Eine Gruppe erhielt Placebo. Die Ergebnisse: Es kam zu einem dosisabhängigen Abfall der HCV-Konzentration im Serum. Der Abfall reichte von einer Log-Stufe (100 mg) bis hin zu etwas mehr als zwei Log-Stufen (300 mg alle acht Stunden).

In einer zweiten Phase-Ib-Studie erhielten den NS5B-Hemmer je zehn therapieerfahrene (450 mg zweimal am Tag) und therapienaive HCVPatienten (700 mg zweimal am Tag). Hier erreichten 90 und 80 Prozent der Patienten einen HCV-Abfall um mehr als zwei Log-Stufen. In der ersten Studie lag hier der höchste Wert bei 67 Prozent in der Gruppe mit 300 mg alle acht Stunden.

Filibuvir wurde von allen Patienten in beiden Studien mit allen Dosierungen toleriert. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Blähungen und Fatigue in der ersten Studie und Kopfschmerzen und Dyspepsie in der zweiten Studie.

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